St. Nikolaus
Rimsting
Die Kirche St. Nikolaus ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Rimsting im Erzbistum München und Freising (Dekanat Chiemsee). Vor der Erhebung zur eigenständigen Pfarrei im Jahr 1946 war St. Nikolaus Rimsting Filialkirche der Pfarrei Prien. Heute gehört sie zum katholischen Pfarrverband Westliches Chiemseeufer.
Um 765 übertrug Herzog Tassilo III. der Äbtissin von Frauenchiemsee die Grundherrschaft über die Rimstinger Bauern und ihre Höfe. Die früheste Rimstinger Kirche wird höchstwahrscheinlich von dort aus errichtet worden sein. Vermutlich war Rimsting eine Art Vorposten des Klosters Frauenchiemsee: Beide Kirchtürme stehen in Sichtverbindung. Alter und Gestalt des ursprünglichen Kirchenbaus an diesem Standort kann nicht mehr rekonstruiert werden. Romanische Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert traten beim Neubau des Langhauses 1937 zutage. Älteste Bestandteile der heutigen Kirche sind Chor und Turm. Sie stammen noch von dem spätgotischen Gotteshaus, das 1472 von dem Herrenchiemseer Bischof Bernhard von Kraiburg geweiht wurde. Bis 1715 hatte der Turm einen Spitzhelm, dann setzte ihm Christian Raab, Zimmermeister von Achthal, die heutige hochgeschossene Zwiebel auf. Derselbe Raab war durch die kühne Seitenverschiebung des Spitzhelms der Priener Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bekannt geworden.
