St. Salvator
Die Wallfahrtskirche St. Salvator, die kirchlich zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt Prien gehört, liegt im Rimstinger Ortsteil St. Salvator, an der Straße von Prien nach Wildenwart.
Ihre Entstehung verdankt sie der Überlieferung gemäß einem Frevel einer Hostie. Eine Frau aus Siggenham soll in der Pfarrkirche Prien unwürdig zur Kommunion gegangen sein, die Hostie aber nicht verzehrt, sondern mitgenommen haben. Nachdem sie auf dem Heimweg auf halber Strecke Reue ergriffen habe, habe sie die Hostie an der Stelle des heutigen Hochaltars auf die Erde gelegt, wo sie sogleich im Erdboden versank. Dies wurde als Wunder gedeutet, was zum Bau einer Kirche führte.
Die Bezeugung des ersten Baus reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. So erscheint in einem Traditionskodex des Stiftes Herrenchiemsee eine „ecclesia sancti Salvatoris“, die Peter v. Bomhard zufolge jene Kirche bezeichnet. Der heutige Bau entstand im 15. Jahrhundert und weist typische Merkmale einer mittelalterlichen Hostienkirche auf. 1472 wurde die Kirche vom damaligen Bischof v. Chiemsee, Bernhard v. Kraiburg, konsekriert. Während das Äußere noch von dieser Bauphase zeugt (Satteldach und spätromanischer Turm), wurde der Innenraum nach und nach umgestaltet und erhielt im Großen und Ganzen seine Gestalt im 18. Jahrhundert.
